Mit dem Jahr 2019 ging wieder ein erfolgreiches Ackerjahr zu Ende. 
Zum Glück regnete es etwas mehr als letztes Jahr. Das hatte allerdings auch zur Folge, das ungewollte Beikräuter zwischen den Kulturen wesentlich kräftiger wuchsen als im trockenen Vorjahr, und die kleinen Kulturpflanzen wahrscheinlich mit mehr Konkurrenz zu kämpfen hatten. Eine mögliche Ursache für relativ unterschiedliche Ernteerfolge.
Das Schneckenaufkommen hielt sich zum Glück sehr in Grenzen. Allerdings fühlte sich der Kartoffelkäfer zum Sommeranfang besonders wohl, was nur mit regelmäßigem Absammeln in den Griff zu bekommen war. 
 
Auf der Anbaufläche vom letzten Jahr wurden verschiedene Nektar- und pollenspendende Gründünger eingesäht. Unter anderem einjähriger Perserklee, Buchweizen, Saatwicke, Ringelblumen und Sonnenblumen als Futter für Stiglitz, Goldammern, Sperlinge und andere Vögel der freien Landschaft. Einige Feldstreifen wurden mehr oder weniger sich selbst überlassen, damit bereits heimische Ackerkräuter, wie Kamille, Ackerstiefmütterchen und verschiedene nektarreiche Nesselarten auch eine Chance haben. Gerade diese unscheinbaren Arten wurden am stärksten von verschiedensten Wildbienen und Schmetterlingen besucht. 
 
Aber auch Kulturpflanzen wie Borretsch, Ringelblumen und Kerbel haben sich kräftig von selbst vermehrt und bildeten kleine Blütenteppiche.
Der Blühstreifen (Rieger-Hofmann/Blühende Landschaften) hat sich im zweiten Jahr sehr artenreich und kräftig entwickelt. Auch im Gesamten war der Acker sehr arten-und strukturreich, wie man auch gut auf einer Luftaufnahme von Anfang Juli erkennen kann. 
 
Das Feld ging unbearbeitet und der Blühstreifen ungemäht in den Winter. So blieben Winterquartiere für Insekten und Futterangebote für sonstige Wildtiere bestehen. Kurz bevor alles beginnt in die Höhe zu sprießen, muss der Blühstreifen allerdings vom vertrockneten Bewuchs befreit werden! 
 
Mal sehen was das neue Gartenjahr so mit sich bringt...